Der Markt für eBooks wächst und der Trend scheint Deutschland nicht zuletzt dank der Einführung von Amazons Kindle endgültig erreicht zu haben.
Schon seit einigen Jahren wird dem eBook eine große Zukunft prophezeit – für manch einen bedeutete die Erfindung der eBooks gar den Untergang des gedruckten Buches. Ganz so explosiv wie mitunter vermutet expandierte der Markt für elektronische Reader jedoch nicht.
Mittlerweile steht eine Reihe von interessanten und sehr unterschiedlichen Geräten zur Verfügung, die Lust auf digitale Bücher machen.
ebooks stellen Inhalte digitalisiert zur Verfügung. Als gängige Formate sind PDF und EPUB von Relevanz – alle anderen Formate konnten sich nicht entscheidend durchsetzen. Da PDF ein starres Format ist, kann hier im Gegensatz zu EPUB die Schriftgröße nicht verändert werden – für Menschen mit Sehschwächen das Argument pro EPUB!
Als Schutz vor unerlaubter Vervielfältigung setzen viele Verlage bei eBooks auf den harten Kopierschutz DRM. In diesem Fall können die eBooks erst heruntergeladen werden, wenn zuvor eine Anmeldung und Registrierung bei ADOBE erfolgt ist. Eine Alternative ist der weiche Kopierschutz – ein digitales Wasserzeichen.
Als reine E-Reader teilen sich der SONY-Reader, der Acer Reader und der Kindle von Amazon die Gunst der Nutzer.
- Der SONY-Reader wird im Allgemeinen positiv beurteilt. Er verfügt über ein spezielles elektronisches Papier, ist nicht beleuchtet und hat lange Akkulaufzeiten. Touchscreen, nicht reflektierender Bildschirm, unterschiedliche Schriftgrößen, sowie die Option einer Audiofunktion für Musik und Hörbücher sind weitere Vorteile des SONY-Readers.
- Der Acer Reader wird trotz des Zugangs über das Handynetz und der damit einhergehenden Unabhängigkeit vom PC nur mittelmäßig bewertet. Größter Nachteil ist vermutlich der nicht vorhandene Touchscreen. Die Bedienung über die Tastatur ist sehr gewöhnungsbedürftig.
- Der Kindle von Amazon wird überwiegend gut bewertet. Im stationären Buchhandel kann der Nutzer jedoch keine passenden elektronischen Inhalte erwerben – der Amazon Store ist ein geschlossener Markt, alle Inhalte werden von Amazon kontrolliert.
Bei den Tablet PCs steht die Lesefunktion nicht im Mittelpunkt, sondern ist lediglich eine von vielen Funktionen. Das iPad dominiert hier den Markt und stellt eine echte Alternative zum E-Reader dar. Geräte mit Android-Betriebssystem konnten bisher deutlich weniger überzeugen, mit dem kommenden Android 4 soll sich das aber auch ändern.